Das Imperium der Rinder schlägt zurück

Ernährung ist ein sehr privates, geradezu intimes Thema, das sehr emotional besetzt, häufig mit Lebensstilen verknüpft ist und vielen Menschen einen Teil ihrer Identität verleiht. Was für das Individuum gilt, gilt auch für Gesellschaften. Ernährung ist ein soziales Totalphänomen, ein Kulturgut, das verbindet und zusammenbringt oder abgrenzt und Fronten schafft. Die meiste Zeit wurden Vegetarier und Veganer in Deutschland in Gastronomie und Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Doch nun wirbt die VW-Kantine in Wolfsburg mit vitalen (mit Fleisch und Fisch), vegetarischen und veganen Gerichten (http://www.autostadt.de/de/besucherservice/restaurants-und-kulinarik/) und löst damit Reaktionen aus (siehe beispielsweise Ausschnitt Weser-Kurier), die selbst für mich, der die Empfindlichkeiten in Bezug auf Ernährungskultur sehr gut kennt, kaum zu fassen sind. Ja, der Fleischverzehr in Deutschland stagniert. Doch alleine das Gewinnstreben von Fleischproduzenten kann nicht erklären, was da gerade passiert. Vielleicht sind es auch nur einzelne, nicht repräsentative Personen, die am Rad drehen?

Der hier geteilte Artikel aus dem Weserkurier ist für mich der Höhepunkt einer Eskalation, die bei mir – freundlich gesagt – nur Befremden auslöst … (Und nein, ich bin weder Vegetarier noch Veganer.)

Veggie-Streit in der Autostadt (Weserkurier, 10. Mai 2015)

Veggie-Streit in der Autostadt (Weserkurier, 10. Mai 2015)

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