Drucker an einem Speedport W 504V unter Ubuntu 11.10 installieren

Neulich erst habe ich mir mal die Funktionsmöglichkeiten des USB-Anschlusses an meinem Speedport W 504V angesehen und dabei festgestellt, dass man darüber einen Drucker im Netzwerk zur Verfügung stellen kann. Die Treiber müssen allerdings auf den Rechnern, die den Drucker nutzen wollen, direkt installiert werden. Die Installation dieses Druckers läuft unter Ubuntu wie folgt ab. Der Drucker muss an den Speedport angeschlossen und eingeschaltet sein und in der Speedport-Konfiguration angezeigt werden.

Zunächst wird in der Sitzungsanzeige oben rechts im Panel der Punkt »Drucker« ausgewählt:

Sitzungsanzeige

Drucker in der Sitzungsanzeige auswählen

Es öffnet sich das Dialog-Fenster »Neuer Drucker«. Dort wählt man unter Netzwerkdrucker LPD/LPR-Host oder -Drucker und trägt unter Host die interne IP-Adresse des Speedports ein. Bei der Auslieferung ist 192.168.2.1 eingestellt. Wer dies geändert hat, weiß dann auch, was unter Host einzutragen hat. Vermutlich würde auch einfach speedport.ip funktionieren, was ich aber nicht ausprobiert habe. Unter Warteschlange trängt man lpt1 ein. Als Nächstes klickt man auf »Vor«.

Dialog »Neuer Drucker«

Dialog-Fenster »Neuer Drucker«

Es erscheint der Dialog zum Auswählen des Druckertreibers. Bei dem von mir angeschlossenen Drucker konnte ich den Drucker nach Angabe des Herstellers und anschließend des Modells aus der Datenbank auswählen. Man wählt also zunächst den Hersteller aus (in meinem Fall Samsung) und im nächsten Fenster das Modell (in meinem Fall ML-2010; ohne Bildschirmfoto). Bei einem PostScript-fähigen Drucker kann man auch die mit dem Drucker gelieferte PPD-Datei verwenden.

Drucker-Treiber auswählen

Drucker-Treiber auswählen

Die folgenden Dialoge kann man nach Bedarf anpassen und stellt dann die Installation fertig. Anschließend erscheint das Fenster mit den Drucker-Eigenschaften. Damit seid Ihr eigentlich schon fertig. Im Fenster mit den Drucker-Eigenschaften kann man weitere Einstellungen vornehmen, die als Voreinstellungen beibehalten werden. Über »Testseite drucken« könnt Ihr testen, ob die Installation bei Euch funktioniert hat.

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Kindle for Android auf einem Smartphone

Den überwiegenden Teil meiner täglichen Lektüre-Zeit verbringe ich damit, Texte auf einem Bildschirm zu lesen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um E-Mails, Blog-Beiträge, Webseiten und PDF-Dateien. Letztere drucke ich nur dann aus, wenn ich den Inhalt als sehr wichtig einstufe und/oder die Aufbereitung des Inhalts ein Lesen am Bildschirm sehr umständlich macht. Viele Inhalte sind innerhalb weniger Minuten am Bildschirm gelesen und ein Ausdruck auf Papier wäre Zeit-, Toner-, Energie- und Papierverschwendung. Nicht weil der Inhalt unwichtig wäre, sondern eher, weil er flüchtiger Natur ist und mit Zeitungsartikeln vergleichbar ist (häufig handelt es sich sogar um Zeitungsartikel). Seit ich ein Smartphone besitze, kann ich an einem Tag mehr Inhalte verarbeiten als zuvor, weil ich die meisten Inhalte immer griffbereit auf dem Smartphone habe und so Warte- beziehungsweise Fahrtzeiten effizienter nutzen kann. Mein Reisegepäck hat sich dadurch deutlich reduziert, was ich sehr angenehm finde. Bislang konsumiere ich an Bildschirmen allerdings überwiegend fachliche Informationen oder Nachrichten. Gegen Unterhaltungsliteratur am Bildschirm sträube ich mich merkwürdigerweise. Die Gründe dafür sind vielfältig, wie ich inzwischen herausgefunden habe. »Messbare« Gründe, die für mich gegen eine Verwendung von Kindle for Android sprechen, habe ich im Folgenden zusammengefasst.

Der Kindle ist der E-Book-Reader von Amazon, der zunächst als eigene Hardware veröffentlicht und später als Software auch auf anderen Plattformen wie Tablet-Computern und Smartphones zur Verfügung gestellt wurde. Mit Kindle for Android kann ich also auf meinem HTC Desire Kindle-Medien ansehen; doch aus meiner Sicht mehr schlecht als recht. Man hat verschiedene Anzeigeoptionen, mit der man die Darstellung des Textes verändern kann:

Anzeigeoptionen von Kindle für Android

Anzeigeoptionen von Kindle for Android

Man kann also

  • Schriftgröße,
  • Durchschuss,
  • Seitenränder und
  • Hintergrund- beziehungsweise Schriftfarbe

nach bestimmten Vorgaben einstellen. Einige Kombinationen habe ich in Bildschirmfotos festgehalten. Die fünf Schriftgrößen bezeichne ich von Schriftgröße 1 bis 5 und die Durchschuss-Optionen von Durchschuss 1 bis 3. Bei den Rändern demonstriere ich nur die erste Variante mit kleinen Rändern. Denn größere Ränder bedeuten kürzere Zeilen und somit noch schlechteren Blocksatz. Flattersatz lässt sich leider nicht einstellen, was angesichts des schlechten Blocksatzes, den Kindle produziert, wünschenswert wäre. Denn guter Flattersatz ist allemal besser als schlechter Blocksatz, wobei ich guten Blocksatz gutem Flattersatz eindeutig vorziehe. Dass der Kindle optischen Randausgleich liefert, habe ich nicht erwartet. Aber dass bei so schlechtem Blocksatz, egal bei welcher Schriftgröße, keine Option für Flattersatz angeboten wird, überrascht mich schon. Mir ist klar, dass die Umbruch-Möglichkeiten eines E-Book-Readers begrenzt sind. Aber bessere Lösungen sind durchaus möglich.

Erwartungsgemäß ist der Blocksatz bei der kleinsten Schriftgröße am besten. Mit zunehmender Schriftgröße wird der Blocksatz schlechter.

Schriftgröße 1, Durchschuss 1

Schriftgröße 1, Durchschuss 1

Schriftgröße 2, Durchschuss 1

Schriftgröße 2, Durchschuss 1

Schriftgröße 3, Durchschuss 1

Schriftgröße 3, Durchschuss 1

Schriftgröße 4, Durchschuss 1

Schriftgröße 4, Durchschuss 1

Schriftgröße 5, Durchschuss 1

Schriftgröße 5, Durchschuss 1

Der Vollständigkeit halber noch Beispiele mit Durchschuss 2 und …

Schriftgröße 1, Durchschuss 2

Schriftgröße 1, Durchschuss 2

Schriftgröße 2, Durchschuss 2

Schriftgröße 2, Durchschuss 2

Schriftgröße 3, Durchschuss 2

Schriftgröße 3, Durchschuss 2

… Durchschuss 3:

Schriftgröße 1, Durchschuss 3

Schriftgröße 1, Durchschuss 3

An der grundsätzlichen Qualität des Blocksatzes ändert sich dadurch natürlich nichts, auch wenn der Durchschuss spürbaren Einfluss auf die Leserlichkeit des Textes hat.

Wer sich die Bildschirmfotos in voller Auflösung (800 x 480) auf einem Desktop-Bildschirm ansieht, wird an Schriftgröße 1 kaum etwas auszusetzen haben. Die Abmessungen meines Smartphone-Displays, auf dem die 800 Pixel x 480 Pixel dargestellt werden, beträgt allerdings nur 4,8 Zentimeter x 8,1 Zentimeter im Hochformat. Da ist mir Schriftgröße 1 bei serifenbehafteter Schrift und PenTile Matrix zu klein. Sieht es denn im Querformat besser aus? Durchaus. Aber für mich immer noch nicht befriedigend.

Schriftgröße 1, Durchschuss 3, Querformat

Schriftgröße 1, Durchschuss 3, QuerformatSchriftgröße 1, Durchschuss 3

Bei der für mich besser zu lesenden Schriftgröße 2 sieht es wider Erwarten gar nicht mal schlechter aus:

Schriftgröße 2, Durchschuss 3, Querformat

Schriftgröße 2, Durchschuss 3, Querformat

Dennoch empfinde ich die Wortzwischenräume bei beiden Schriftgrößen als zu groß. Außerdem bereitet mir das Lesen im Querformat keine Freude. Wenn ich wenigstens zeilenweise scrollen könnte …

Ich werde mir in absehbarer Zeit sicherlich keine Kindle-Bücher kaufen. Für meine Bedürfnisse ist die Technologie noch nicht ausgereift. Das Problem mit engen und optisch gleich großen Wortzwischenräumen löst der Android-Browser dank text reflow deutlich besser. Wie es mit anderen E-Book-Readern aussieht, weiß ich nicht. Ich hatte nur einmal kurz auf einem iPad2 die Gelegenheit mir ein E-Book anzusehen – da war mir aber die Auflösung des Displays zu niedrig, um überhaupt Spaß daran zu haben.

Bis auf Weiteres schleppe ich auf Reisen doch lieber das ordentlich gesetzte Buch mit mir rum.