Digitales Mindmapping mit XMind

Bisher habe ich Mindmaps nur auf Papier festgehalten, was mehr oder weniger übersichtlich war. Genau genommen war die Papier-Form nur fürs Brainstorming geeignet, da jede neue Idee, die irgendwo dazwischen gehörte, rein gequetscht werden musste. Und Verweise wie »siehe Gesprächsnotiz vom« oder »siehe Datei/in/Pfad/x/y« trugen auch nicht zur Übersichtlichkeit bei. Solche Mindmaps überlebten nur wenige Wochen eines Projekts, weil irgendwann kein Platz mehr war. Meine Methode mit Verweisen führte schließlich zu Mappen, die mit der eigentlichen Idee nicht mehr viel zu tun hatten. Ich wusste zwar, dass ich mir irgendwo etwas zur Umsetzung von Ziel A notiert hatte. Aber bis ich das dann gefunden hatte, war wieder wertvolle Zeit verstrichen, während derer gute Ideen zur weiteren Umsetzung von Ziel A auch schon mal vergessen wurden.

Als letzte Woche bei uns auf der Arbeit ein Fortbildungsangebot zum Thema Mindmapping kursierte, war ich daran sehr interessiert. Allerdings beschränkte sich die Fortbildung auf die kommerzielle und nur für Windows verfügbare Software MindManager, die auch unser Chef verwendet. Da ich kein Freund proprietärer und von Windows abhängiger Software bin, habe ich kurz recherchiert und innerhalb weniger Minuten XMind gefunden. Da es für GNU/Linux, Windows und Mac OS X und unter einer freien Lizenz zur Verfügung steht, habe ich es mir gleich installiert und bin begeistert. Schade, dass ich erst jetzt digitales Mindmapping für mich entdeckt habe – es macht einem das Projekt-Management-Leben doch deutlich leichter. Dateien können einfach per Drag’n’drop auf einen Knoten gezogen werden, wodurch man alles im Blick hat und leicht darauf zugreifen kann. Damit sind die Möglichkeiten des Programms natürlich noch nicht ausgeschöpft. Aber mir erleichtert das schon sehr die Arbeit und eine Anleitung brauchte ich bisher auch nicht. Hier kann XMind für verschiedene Plattformen (auch Debian-Pakete) runter geladen werden: http://sourceforge.net/projects/xmind3/.

Ich frage mich, ob ein Dateimanager, der meine Verzeichnisse und Dateien ähnlich einer Mindmap organisieren und grafisch darstellen könnte, nicht ebenso hilfreich bei der Organisation von Daten wäre.

[Ergänzung, 21. August 2009:] Die unter Windows mit XMind erzeugten Dateien lassen sich auch unter Linux öffnen – mit allen Anhängen und Verknüpfungen. Auch mit MindManager erzeugte Dateien lassen sich mit XMind öffnen.

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