GNU/Linux-Rechner als Time-Capsule-Ersatz

Im Netz finden sich zahlreiche Anleitungen, wie man mit verschiedenen GNU/Linux-Distributionen einen Rechner aufsetzen kann, der als Ersatz für Apples Time Capsule fungieren kann; eine kleine Auswahl:

Den Anleitungen, die ich zu dem Thema gefunden habe, fehlt jedoch ein entscheidender Hinweis: GNU/Linux kann Apples Dateisystem HFS+ nur beschreiben, wenn die Journaling-Funktion deaktiviert ist. Die Journaling-Funktion zu deaktivieren, gelang mir allerdings erst, nachdem ich die Festplatte unter Mac OS X neu partitioniert hatte und dann auch nur über die Kommandozeile, wie unter folgendem Link beschrieben: https://help.ubuntu.com/community/hfsplus.

Das habe ich so nicht gesagt

Am 6. und 7. Februar 2014 wurde ich als Leiter der Vernetzungsstelle Schulverpflegung (VNS) Saarland mehrfach bei Radio Salü und Classic Rock Radio in einem Beitrag zu Schulverpflegung zitiert. Die Zitate stammen aus einem Interview mit dem ZDF-Morgenmagazin (Moma), das am 5. Februar live ausgestrahlt wurde. Dort wurde ich als Sprecher der Vernetzungsstellen Schulverpflegung interviewt. Ich begrüße es, dass Radio Salü über das Thema Schulverpflegung berichtet! Aber bitte nicht so. Denn leider wurde eine Aussage von mir in einen falschen Kontext gesetzt und eine weitere Aussage wurde mir in den Mund gelegt.

Der falsche Kontext

Radio Salü:

[…] Im Saarland ist Christoph Bier dafür zuständig und er hat in puncto Essensqualität Bauchschmerzen, auch ohne Gammelschnitzel.

Christoph Bier:

Wir können schon sagen, dass das Essen im Schnitt in Deutschland zu günstig ist, zu Preisen abgegeben wird, dass die Unternehmen kaum betriebswirtschaftlich gesund wirtschaften können.

Ich mache hier also keine Aussage darüber, dass ich aufgrund niedriger Preise Bauchschmerzen mit der (ernährungsphysiologischen) Qualität der abgegebenen Speisen habe! Tatsächlich wird dieser direkte Zusammenhang in der saarländischen Schulverpflegung auch nicht beobachtet. Speisenanbieter sparen vermutlich eher am Lohn ihrer Mitarbeiter und/oder bilden keine Rücklagen, mit denen sie später Investitionen tätigen zu könnten. Hier können sie einfacher sparen als bei den Wareneinstandskosten. Daher spreche ich von »betriebswirtschaftlich gesund wirtschaften«. Die ursprüngliche Frage im Moma (bei 0:40) bezog sich im Übrigen auf den notwendigen Preis, um ein sensorisch attraktives und gesundheitsförderliches Essen anbieten zu können:

Dunja Hayali:

Wie günstig kann denn ein Essen sein, das dann immer noch schmeckt und gesund ist?

Bevor dann das obige Zitat von mir kommt (bei 1:14), sage ich noch einiges mehr zu dem Thema Preisgestaltung.

In den Mund gelegt

Radio Salü:

Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung sitzt hier in der Saarbrücker City und dort weiß man, bis Politiker was tun, ist auch das letzte Stück Fleisch auch mal locker grün angelaufen.

Durch die Formulierung entsteht der Eindruck, die VNS beziehungsweise ich habe eine solche Aussage getätigt. Dies ist nicht der Fall! Es kann sich ja jeder das Interview im Moma ansehen. Zu keinem Zeitpunkt mache ich eine Aussage, die in diese Richtung geht.

So nicht!

Während das in den falschen Kontext gesetzte Zitat noch in gewisser Weise nachvollziehbar ist, da der Zusammenhang zwischen ernährungsphysiologischer Qualität und Preis bei oberflächlicher Betrachtung naheliegt, finde ich die Aussage, die der VNS beziehungsweise mir in den Mund gelegt wird, empörend. Ich habe mich in diese Richtung in keinster Weise geäußert.

Gemeinsam mit meinem Arbeitgeber, der LandesArbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V., habe ich ein Schreiben an Radio Salü aufgesetzt mit der Bitte um Richtigstellung. Ich bin gespannt, wie sie darauf reagieren.

Update: Im März hat sich der zuständige Redakteur von Radio Salü bei uns gemeldet, um sein Bedauern über die Berichterstattung auszudrücken.

Mehr High-End-Smartphones mit wechselbarem Akku!

Für mein HTC Desire hatte ich einen Wechsel-Akku, den ich auch regelmäßig brauchte. Dann kam die One-Serie von HTC und der wechselbare Akku verschwand. Also wurde mein nächstes Smartphone kein HTC-Gerät mehr, obwohl ich mit dem Desire sehr zufrieden war.

Am Dienstag war ich auf einer Tagung, von der ich 22 Tweets absetzte – eigene und Retweets. Ich nutzte mein Smartphone dadurch häufiger als sonst. Ob ich es dadurch intensiv, normal – was auch immer das bedeutet – oder wenig nutzte, vermag ich nicht zu beurteilen. Als ich jedoch im Zug auf der Heimfahrt saß – neun Stunden nachdem ich das voll aufgeladene Smartphone vom Ladegerät trennte –, war der Akku-Ladestand bei 12 Prozent angelangt – trotz Energiesparmodus und niedrigster Helligkeitsstufe des Displays, deaktiviertem WLAN, Bluetooth und NFC. Mein Ticket war in der App der Deutschen Bahn gespeichert. Und ausgerechnet in dem Abteil, in dem ich im ICE einen Sitzplatz reserviert hatte, funktionierten die Steckdosen nicht. Wie ich feststellen musste, funktionierten die Steckdosen auch in weiteren Abteilen nicht. Also habe ich den Zugbegleiter gesucht, solange ich noch Strom für mein Smartphone hatte, um ihm mein Ticket zu zeigen und ihn auf die ausgefallenen Steckdosen hinzuweisen. Er prüfte daraufhin die Sicherungen, an denen es aber nicht lag.

Da ich außerdem mein Smartphone als MP3-Player nutze und während Zugfahrten viel auf meinem Smartphone lese, wurde ich unruhig – schließlich hatte ich noch gut drei Stunden Fahrt vor mir und einen Anschlusszug, in dem ich dem Zugbegleiter auch noch das Ticket zeigen musste. Also habe ich in fast allen Abteilen eine Steckdose getestet und tatsächlich im letzten Abteil eine funktionierende Steckdose gefunden. Ich habe mein Gepäck durch den halben Zug in das Abteil geschleppt und konnte dort den Akku meines Smartphones aufladen. Beim Aussteigen hatte der Akku wieder einen Ladestand von 41 Prozent. Als ich schließlich zu Hause war, war er wieder bei 12 Prozent angelangt.

In weiser Voraussicht hatte ich mich bei meinem neuen Smartphone im vergangenen September für eines mit einem wechselbaren Akku entschieden. Noch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bestellte ich für mein Samsung Galaxy S3 einen Ersatzakku, der auch gleich gestern schon zum Einsatz kommen musste. Leider ist Samsung der letzte Anbieter im High-End-Bereich, der Smartphones mit wechselbarem Akku anbietet. Und leider bin ich kein zufriedener Samsung-Kunde.

Liebe Smartphone-Hersteller, bitte entwickelt High-End-Smartphones mit vom Nutzer wechselbarem Akku! Ich bin mir sicher, dass sich dies auch mit Unibody-Geräten realisieren lässt. Für die SIM-Karte und SD-Karten schafft Ihr es doch auch Slots in Unibody-Gehäusen zu integrieren. Das geht sicherlich auch für einen Akku! Ich möchte kein kleineres Display mehr haben, als mein S3 hat. Und auch eine geringere Auflösung möchte ich nicht mehr. Aber das S4 soll auch nicht mein nächstes Smartphone werden. Dafür habe ich mich im letzten halben Jahr zu oft über Samsung und mein S3 geärgert. Also liebe Samsung-Konkurrenz, strengt Euch an!

Samsung Galaxy S3 – WLAN-Probleme mit Speedport und Bridge gelöst

In einem Netzwerk mit Speedport W 504V (Router) und Speedport W 101 Bridge (Repeater) hatte ich Probleme, eine stabile WLAN-Verbindung mit meinem S3 zu bekommen. Im Netz finden sich dazu auch verschiedene Berichte und Lösungsvorschläge, von denen keiner bei mir das Problem löste. Die aktuelle Konfiguration des Speedport W 504V:

  • Übertragungsmodus: 802.11a + 802.11n (wird im Handbuch empfohlen, wenn man IP-TV an dem Gerät nutzt)
  • Sendeleistung: Hoch
  • Kanal: Auto (kleinere Werte als 36 lassen sich nicht auswählen)
  • Geschwindigkeit: max. 300 Mbit/s
  • Sicherheit: WPA/WPA2 (auch WPA2 hatte ich getestet, aber damit reproduzierbar schlechtere Empfangssignale zwischen Router und Bridge)

Mit der gleichen Konfiguration hatte ich keinerlei Empfangsprobleme mit meinem HTC Desire. Mit dem S3 hatte ich im Wohnzimmer fast im Sekundentakt Verbindungen und Verbindungsabbrüche, so dass keine stabile Verbindung zustande kam. Selbst kleine Apps konnten so nicht aus dem Google Play Store installiert werden. Da ich dieses Verhalten im Büro mit dem S3 trotz schwacher Signalstärke nicht beobachtet habe, scheint kein grundlegendes Problem mit dem S3-WLAN-Modul vorzuliegen.

Bevor ich zur Lösung komme, hier noch ein paar technische Hintergründe, zitiert aus dem Bridge-Handbuch (11/2009, Seite 13):

Wenn die Speedport W 101 Bridge und der Speedport WLAN Router miteinander verbunden sind, dann

  • werden WLAN-Geräte, die mit 2,4 GHz-Verbindungen (802.11 b/g/n) am Speedport WLAN-Router angemeldet waren, jetzt automatisch mit der Speedport W 101 Bridge verbunden und können sofort weiter verwendet werden.
  • bleiben WLAN-Geräte mit 5 GHz-Verbindungen (802.11 a/n) am Speedport WLAN-Router angemeldet und können wir gewohnt genutzt werden. […]

Über »*#0011#« im Telefon des S3 und dann unter WiFi konnte ich sehen, dass mein Gerät mit 2,4 GHz im n-Standard funkte und erwartungsgemäß mit der Bridge verbunden war. Nachdem ich die Bridge ausgesteckt hatte, verband sich das S3 nicht automatisch mit dem Router – trotz gleicher (unsichtbarer) SSID und gleichem PSK. Also habe ich ein neues Netzwerk mit den entsprechenden Daten angelegt. Daraufhin verband sich das S3 mit dem Router im 5-GHz-Bereich – und ich hatte eine stabile WLAN-Verbindung! Die Bridge wird allerdings benötigt, um in einem anderen Raum einen IP-TV-Receiver zu betreiben. Nachdem die Bridge wieder angeschlossen war, blieb das S3 zunächst mit dem Router im 5-GHz-Band verbunden. Nach einem Neustart des Routers war das S3 im 2,4-GHz-Band mit der Bridge verbunden. Zu einem späteren Zeitpunkt war das S3 wieder mit dem Router verbunden.

Es scheint also nun so zu sein, dass das S3 zwischen Router und Bridge wählt; ich vermute abhängig von der Signalstärke. Im Wohnzimmer ist das Router-Signal stärker, im Rest der Wohnung das Bridge-Signal. Somit scheint sich zumindest für mich das Problem mit der stabilen WLAN-Verbindung des S3 gelöst zu haben. Vielleicht können andere Nutzer das in ihrem Netzwerk verifizieren.

Die alte Google+-App für Android wieder herstellen

Die neue Version der Google+-App konnte mich bislang nicht von seinem Nutzen überzeugen. Das neue Design halte ich für dumm und ineffizient. Um entscheiden zu können, ob ein Beitrag lesenswert ist, muss ich erst mal auf den Beitrag tippen. Vorher konnte man beim Scrollen durch den Stream die Zusammenfassungen überfliegen und dabei entscheiden, ob sich ein tieferer Einstieg in einen Beitrag lohnt. Die App wurde durch das neue Design unübersichtlich und hat keinerlei Mehrwert für mich. Für mich ist aber das Folgende das K.O.-Kriterium: Durch die Darstellung eines Hintergrundbildes bei jedem Beitrag im Stream benötigt die Google+-App mehr Speicher als zuvor. Dadurch habe ich trotz app2sd ständig zu wenig (internen) Speicher auf meinem HTC Desire, weshalb das Gerät nicht mehr Synchronisieren, ich also beispielsweise keine E-Mails mehr empfangen kann. Zwischenzeitlich habe ich zehn Apps deinstalliert in der Hoffnung, dass dadurch mehr Speicher frei wird. Darunter waren aber nur wenige datenlastige Apps, so dass es letztenendes nichts gebracht hat. Heute habe ich dann bei androidnext den Artikel eines ähnlich unzufriedenen Nutzers gefunden. In dem Artikel findet sich auch ein Link zur alten Google+-Version (2.5.0.329322), den ich hier auch gerne weitergebe:

Drucker an einem Speedport W 504V unter Ubuntu 11.10 installieren

Neulich erst habe ich mir mal die Funktionsmöglichkeiten des USB-Anschlusses an meinem Speedport W 504V angesehen und dabei festgestellt, dass man darüber einen Drucker im Netzwerk zur Verfügung stellen kann. Die Treiber müssen allerdings auf den Rechnern, die den Drucker nutzen wollen, direkt installiert werden. Die Installation dieses Druckers läuft unter Ubuntu wie folgt ab. Der Drucker muss an den Speedport angeschlossen und eingeschaltet sein und in der Speedport-Konfiguration angezeigt werden.

Zunächst wird in der Sitzungsanzeige oben rechts im Panel der Punkt »Drucker« ausgewählt:

Sitzungsanzeige

Drucker in der Sitzungsanzeige auswählen

Es öffnet sich das Dialog-Fenster »Neuer Drucker«. Dort wählt man unter Netzwerkdrucker LPD/LPR-Host oder -Drucker und trägt unter Host die interne IP-Adresse des Speedports ein. Bei der Auslieferung ist 192.168.2.1 eingestellt. Wer dies geändert hat, weiß dann auch, was unter Host einzutragen hat. Vermutlich würde auch einfach speedport.ip funktionieren, was ich aber nicht ausprobiert habe. Unter Warteschlange trängt man lpt1 ein. Als Nächstes klickt man auf »Vor«.

Dialog »Neuer Drucker«

Dialog-Fenster »Neuer Drucker«

Es erscheint der Dialog zum Auswählen des Druckertreibers. Bei dem von mir angeschlossenen Drucker konnte ich den Drucker nach Angabe des Herstellers und anschließend des Modells aus der Datenbank auswählen. Man wählt also zunächst den Hersteller aus (in meinem Fall Samsung) und im nächsten Fenster das Modell (in meinem Fall ML-2010; ohne Bildschirmfoto). Bei einem PostScript-fähigen Drucker kann man auch die mit dem Drucker gelieferte PPD-Datei verwenden.

Drucker-Treiber auswählen

Drucker-Treiber auswählen

Die folgenden Dialoge kann man nach Bedarf anpassen und stellt dann die Installation fertig. Anschließend erscheint das Fenster mit den Drucker-Eigenschaften. Damit seid Ihr eigentlich schon fertig. Im Fenster mit den Drucker-Eigenschaften kann man weitere Einstellungen vornehmen, die als Voreinstellungen beibehalten werden. Über »Testseite drucken« könnt Ihr testen, ob die Installation bei Euch funktioniert hat.